EU-Kommissar Rehn ortet wirtschaftlichen Turn-around

EU-Wirtschafts- und -Währungskommissar Olli Rehn sieht erste Anzeichen für einen konjunkturellen Turn-around in der Europäischen Union. Im zweiten Halbjahr erwarte er eine Rückkehr zu wirtschaftlicher Erholung und Wachstum, wenn es keine „politischen Unfälle“ gebe, sagte Rehn heute in Alpbach in Tirol.

Für Länder wie Frankreich, Spanien, Frankreich, Belgien, die Niederlande habe die EU-Kommission erlaubt, die Sparprogramme etwas zu verlangsamen, um wirtschaftliches Wachstum zu schaffen. „Die Extrazeit muss für strukturelle Reformen verwendet werden“, forderte der Wirtschaftskommissar.

Fischler warnt vor „verlorener Generation“

Der Präsident des Forums Alpbach und ehemalige EU-Kommissar Franz Fischler warnte in Anbetracht der hohen Jugendarbeitslosigkeit in der EU vor einer „verlorenen Generation“. Die hohe Arbeitslosigkeit wirft auch für Rehn „einen langen Schatten“ auf Europa. Erst mit zusätzlichem Wirtschaftswachstum und einer Reform der Arbeitsmärkte werde die Arbeitslosigkeit sinken, erwartet er.

Die Krise sei „noch nicht vorbei“, die hohe Arbeitslosigkeit „nicht akzeptabel“, so sein Fazit. „Es gibt keinen Raum für Selbstgefälligkeit.“