Über 20.000 Flüchtlinge seit Jahresbeginn in Italien gelandet

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Seit 1. Jänner sind 20.546 Flüchtlinge an Italiens Küsten eingetroffen. 2.872 davon sind syrische Bürger, wie das italienische Innenministerium berichtete. Und die Flüchtlingswelle scheint kein Ende zu nehmen: Ein Fischerboot mit etwa 130 Migranten an Bord wurde heute vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien aufgegriffen.

Das Boot mit mehreren Frauen und Kindern an Bord war in Seenot geraten. Es wurde zum Hafen der Stadt Roccella Jonica geführt. An Bord befanden sich mehrheitlich Menschen aus Somalia und Syrien, die über fünf Tage lang auf Seefahrt waren, wie italienische Medien berichteten.

Hilferuf an Rom und die EU

„Die Flüchtlingswelle ist angesichts der Situation in Syrien nicht mehr zu bremsen. Sizilien ist nicht mehr in der Lage, allein diesem Druck Stand zu halten“, warnte der Politiker Gianfranco Micciche. Er appellierte auch an die EU, Sizilien im Einsatz für die Flüchtlinge zu unterstützen.

„Die italienischen Grenzen sind Europas Grenzen. Die Regelung der Migrationsströme betrifft nicht nur Italien, sondern die gesamte EU“, sagte Micciche. Sizilianische Abgeordnete baten auch um ein Treffen mit EU-Binnenkommissarin Cecilia Malmström, um gemeinsam das Thema des Flüchtlingsnotstands zu diskutieren.