Themenüberblick

Die Antworten auf Ihre Fragen

Die Spitzenkandidatin und die Spitzenkandidaten der bei der Nationalratswahl bundesweit antretenden Parteien haben im Rahmen der Reihe „Fragen Sie nach!“ auf die Fragen der ORF.at-Leserinnen und -Leser geantwortet. Die Gespräche sind hier - in der Reihenfolge der Termine - nachzulesen.

Glawischnig: „Sind jetzt Gestaltungspartei“

Eine Bauoffensive gegen teure Mieten und Kinderbetreuung als Bildungschance für die Kleinsten: Das forderte Grünen-Chefin Eva Glawischnig bei der Beantwortung von Fragen der Leserinnen und Leser von ORF.at im Rahmen der Reihe „Fragen Sie nach!“ am 27. August. Die Turbulenzen um die Wiener Mariahilfer Straße will die Grünen-Chefin in einem größeren Kontext sehen: Es sei für grüne Politik eine Herausforderung vorzuleben, wie man die Städte der Zukunft organisiert. Und sie sieht die Grünen nicht mehr als Widerstandspartei der alten Tage: Man habe sich zur „Konzeptpartei mit vielen Ideen“ entwickelt. Die Grünen seien „jetzt Gestaltungspartei geworden“.

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Eva Glawischnig, Spitzenkandidatin der Grünen

ORF.at/Christian Öser

Faymann: „Höhere Beschäftigung sichert Pensionen“

Die Sicherheit der Pensionen ist ein von der SPÖ im Wahlkampf groß plakatiertes Thema. Im Rahmen der ORF.at-Serie „Fragen Sie nach!“ wollte das Gros der ORF.at-Leserinnen und -Leser von Bundekanzler und Spitzenkandidat Werner Faymann nicht nur wissen, wie lange man in Zukunft tatsächlich wird arbeiten müssen - sondern auch, wie die Pensionsversprechen finanziert werden. Für Faymann, der am 28. August bei ORF.at zu Gast war, sichert höhere Beschäftigung und „länger gesund zu arbeiten“ die Finanzierung der Pensionen: Jene, die glaubten, dass nur die Anhebung des Pensionsalters das Finanzierungsproblem löse, hingen einer Illusion an. Viele Frauen wechselten jetzt schon von der Arbeitslosigkeit direkt in die Pension. Im Gespräch erläuterte Faymann auch, warum ein faires Koalitionsklima kein „Kuschelkurs“ sei und warum eine Koalition mit der FPÖ ausgeschlossen bleibe.

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Bundeskanzler Werner Faymann

ORF.at/Roland Winkler

Stronach: Flexibel arbeiten, dafür früher in Pension

Arbeiten, wann man will und wie lange man will, dafür früher in Pension gehen mit flexiblen Arbeitsmöglichkeiten daneben; und ein deutlich kleineres Parlament mit 100 Mandataren und 50 „Bürgervertretern“: Das ergaben die Antworten von Frank Stronach (TS) auf die Fragen der ORF.at-Leserinnen und -Leser. Dass es Probleme in seinem Team gibt, erkennt Stronach, meint aber: Wir sind jung, werden aus Fehlern lernen und weniger Fehler machen. Für heikle Themen wie den Klimawandel empfiehlt Stronach eine kleine Expertenuniversität, die Vorschläge macht.

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Frank Stronach

ORF.at/Zita Köver

Bucher und die „moderne Mitte“

Wo das BZÖ politisch steht, wollten viele ORF.at-Leserinnen und -Leser von BZÖ-Spitzenkandidat Josef Bucher wissen. „Modern in der Mitte“, so Bucher, der auch Nachfragen zu Jörg Haider mit dem Hinweis, dass man „nach vorne“ schauen wolle, beantwortete. Sein Plan sei die Neupositionierung des BZÖ als rechtsliberale Partei, die beim Wähler vor allem mit dem Modell der „Flat Tax“ und der Absetzbarkeit von Unterhaltszahlungen punkten will.

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BZÖ-Spitzenkandidat Josef Bucher und Chefredakteur Gerald Heidegger

ORF.at/Dominique Hammer

Strache: „Snowden ist ein klassischer Asylfall“

Ein doppeltes Sozialversicherungssystem für Österreicher und Nicht-EU-Ausländer hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Rahmen der ORF.at-Serie „Fragen Sie nach!“ gefordert. Für Migrantenkinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, will der FPÖ-Chef eine verpflichtende Deutschvorschule. In Asylfragen ist er für einen strengen Kurs. Einer hätte für ihn auf jeden Fall Asyl in Österreich verdient - NSA-Aufdecker Edward Snowden: „Snowden ist ein klassischer Asylfall.“

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FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache

ORF.at/Roland Winkler

Spindelegger: Koalition nur mit Euro-Befürwortern

„Ich schließe niemanden aus“: Das sagte ÖVP-Chef und -Spitzenkandidat Michael Spindelegger im Gespräch mit ORF.at zur Frage möglicher Koalitionspartner nach der Wahl. Aber, so Spindelegger: „Wer in einer Koalition mit der ÖVP ist, muss über eine gemeinsame Grundlage verfügen. Zu dieser zählt, in der Europäischen Union zu bleiben, als Währung den Euro zu haben und sich auf Wachstum und damit mehr Arbeitsplätze zu konzentrieren.“ Im Gespräch verteidigte Spindelegger auch den Abzug vom Golan - und bekannte sich zum Fortbestand des Gymnasiums als Schulform.

Mehr dazu in Spindelegger im Gespräch

Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP)

ORF.at/Christian Öser

Messner: „Namenstausch wäre Kostümwechsel“

Einen Namenswechsel, um im linken Wählerspektrum attraktiver zu werden, etwa nach dem Vorbild der Linken in Deutschland, lehnt KPÖ-Spitzenkandidat Mirko Messner ab. Im Rahmen der Serie „Fragen Sie nach!“ skizzierte Messner nicht nur die Ideen der KPÖ für den Arbeitsmarkt, sondern erläuterte in Beantwortung der Fragen der Leserinnen und Leser von ORF.at auch, warum Banken vergesellschaftet gehören. Von der UdSSR grenzt Messner die KPÖ ab. Er frage sich allerdings, warum man Kommunismus immer mit der Sowjetunion gleichsetze.

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KPÖ-Chef Mirko Messner

ORF.at/Zita Köver

Strolz: „Herzblut statt Geldsack“

NEOS will als neue Kraft ins Parlament einziehen und die rot-schwarze Mehrheit „brechen“: Das sagte NEOS-Spitzenkandidat Matthias Strolz in Beantwortung der Fragen der Leserinnen und Leser von ORF.at. An das Schicksal des Liberalen Forums und eine „verlorene“ Stimme für NEOS, weil die Chancen eines Einzugs ins Parlament gering seien, glaubt Strolz nicht. NEOS sei eine „Bürgerbewegung“ und damit auch breiter aufgestellt. Man vertrete die Menschen, die die „Zuschauerränge zur Politik“ verlassen wollten. „Herzblut statt Geldsack“ sei auch der Unterschied zum Team Stronach, so Strolz im Rahmen der Serie „Fragen Sie nach!“

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NEOS-Parteivorsitzender Matthias Strolz

ORF.at/Zita Köver

Wieser: „Freies Kräftespiel statt fixer Koalition“

Es gibt wohl eine Piraten-Spitze, aber keinen Spitzenkandidaten: Darauf legte die Piratenpartei wert, bevor Mario Wieser bei ORF.at die Fragen der Leserinnen und Leser im Rahmen der Serie „Fragen Sie nach!“ beantwortete. Wieser erklärte dabei, warum man sich vor den Piraten namentlich nicht fürchten muss, warum sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen und einen gesamteuropäischen Datenschutz eintreten - und warum es mit den Piraten wenn nur ein „freies Spiel der Kräfte“ im Parlament, aber keine Regierungsbeteiligung geben kann.

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Mario Wieser (Piraten)

ORF.at/Roland Winkler