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Geschäfte gut wie seit Monaten nicht mehr

Kurz vor den mit Spannung erwarteten Wirtschaftsreformen durch die Kommunistische Partei kommt China in Schwung. Die Geschäfte der großen Industrieunternehmen liefen im Oktober so gut wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex kletterte überraschend deutlich um 0,3 auf 51,4 Punkte, teilte das Statistikamt am Freitag in Peking zu der Umfrage unter vorwiegend großen und staatlichen Betrieben mit.

Bestätigt wird der Aufwärtstrend durch die Umfrage der Großbank HSBC unter vorwiegend kleineren und privaten Industriefirmen. Dieses Barometer kletterte auf das Siebenmonatshoch von 50,9 Punkten. Ab 50 Zählern wird ein Wachstum signalisiert.

„Grundlagen für Erholung aber noch nicht stabil“

„Das spricht für eine vorläufige Stabilisierung der Wirtschaft“, sagte Ökonom Zhang Liqun von der staatlichen Denkfabrik Development Research Center. „Die Grundlagen für eine Erholung sind aber noch nicht stabil.“ Vorsicht ist vor allem angesichts widersprüchlicher Signale zur Auftragsentwicklung angesagt. Den offiziellen Daten zufolge zogen die Unternehmen weniger Bestellungen an Land, während HSBC ein Plus meldete. „Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftsaussichten vorsichtig“, sagte Liqun.

Die Regierung strebt für das Gesamtjahr ein Wachstum von 7,5 Prozent an - es wäre das geringste seit 23 Jahren. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte zuletzt wieder an Schwung gewonnen: Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent zu, nach 7,5 Prozent zuvor.

„Weltweite Nachfrage legt schrittweise zu“

„Da die weltweite Nachfrage schrittweise zulegt und auch die Binnennachfrage robust bleibt, dürfte das von der Regierung vorgegebene Mindestwachstum in den kommenden Quartalen übertroffen werden“, sagte Louis Kuijs von RBS.

Für den Umbau der Wirtschaft - weg von der starken Abhängigkeit von Exporten und Investitionen, hin zu mehr Konsum - nimmt die Regierung ein vorübergehend schwächeres Wachstum in Kauf. Vom Plenum der Kommunistischen Partei vom 9. bis 12. November werden wichtige Wirtschaftsreformen erwartet.

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