Unruhen an Ägyptens Universitäten: Dutzende Verletzte

Die Unruhen in Ägypten erfassen nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi inzwischen auch die Universitäten des Landes.

Mindestens 29 Menschen wurden verletzt, als gestern Anhänger und Gegner des Islamisten in drei Hochschulen in Kairo und Städten im Nil-Delta nach Angaben staatlicher Medien und Sicherheitskreisen aufeinander losgingen. Einige trugen Schusswaffen und Brandsätze bei sich.

Die Sicherheitslage in Ägypten ist extrem angespannt, seit das Militär Mursi Anfang Juli entmachtete und wenig später Protestlager gewaltsam auflöste. Hunderte Menschen wurden seitdem getötet, Tausende festgenommen. Zugleich erhöhte das Militär den Druck auf die islamistische Muslimbruderschaft, aus der Mursi hervorgegangen ist. Vergangene Woche wurde die Organisation faktisch verboten.