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„Einfacher und marktnäher“

Mit einer Neuordnung seiner regionalen Organisation will sich der Elektrokonzern Siemens einen besseren Kundenzugang verschaffen und sein Geschäft in den Regionen ausbauen. Die bisherige Aufteilung in Ländergruppen („Cluster“) werde aufgelöst, teilte Siemens zuletzt mit. Durch die Neuordnung entfalle eine organisatorische Ebene im Konzern.

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Siemens solle dadurch „einfacher und marktnäher“ gemacht werden, sagte Neo-Konzernchef Joe Kaeser. Die umsatzträchtigsten und wachstumsstärksten Länder sollen künftig direkt an die Vorstände der Siemens-Sektoren Energie, Industrie, Gesundheit sowie Infrastruktur & Städte berichten. Erstmals seit seinem Amtsantritt vor zweieinhalb Monaten setzte Kaeser damit eigene Akzente und machte zugleich Entscheidungen seines geschassten österreichischen Vorgängers Peter Löscher rückgängig, der die „Cluster“ eingeführt hatte.

Zahlrieche Personalrochaden

Zugleich soll die Betreuung im Vorstand für die Regionen neu geregelt werden. Energiesektor-Chef Michael Süß verantwortet künftig die Region USA, Kanada und Mexiko sowie den Mittleren Osten. Der für den Gesundheitssektor zuständige Hermann Requardt wird mit Südamerika und Japan betraut, und der Chef des Industriesektors, Siegfried Russwurm, betreut Europa, Afrika und die GUS-Staaten. Roland Busch, Chef des Sektors Infrastruktur & Städte, betreut die Region Asien (ohne Japan) und Australien.

Strukturelle Änderungen sind auch in den zentralen Konzerneinheiten geplant: So soll unter anderem die für Firmenkäufe und -verkäufe zuständige Abteilung („Mergers & Akquisitions“) der zentralen Konzernentwicklung zugeordnet werden, die direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Außerdem wird beispielsweise die hausinterne Unternehmensberatung in die Strategieabteilung eingegliedert. „Mit der Stärkung und Straffung der zentralen Einheiten werden wir deutlich schlagkräftiger“, sagte Kaeser.

Konzern vor Komplettumbau?

Laut einem Bericht des „Manager Magazins“ soll unter Kaesers Leitung auch ein kompletter Konzernumbau geplant sein. So solle voraussichtlich der Sektor Infrastruktur & Städte aufgelöst werden, berichtete das Magazin unter Berufung auf Insider. Konkrete Entscheidungen dürften im kommenden Frühjahr verkündet werden, zum Start des neuen Geschäftsjahres im Oktober 2014 solle Siemens dann bereits in einer neuen Struktur arbeiten.

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