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„Spontaner Ausbruch des Volkszorns“

Der Mordanschlag auf einen deutschen Diplomaten in Paris hat den Nationalsozialisten vor 75 Jahren jenen willkommenen Vorwand geliefert, um die von langer Hand geplante systematische Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verstärkt in die Tat umzusetzen. Für alle Welt ersichtlich wurde das rund um den 9. November 1938, als bei den von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels als „spontaner Ausbruch des Volkszorns“ bezeichneten Novemberpogromen zahllose jüdische Einrichtungen ein Raub der Flammen wurden. Ungeachtet zahlloser Protestnoten aus dem Ausland war für die Nazis spätestens ab diesem Zeitpunkt der Weg zum Holocaust, der gezielten Auslöschung der jüdischen Bevölkerung, geebnet.

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