Bangladesch: Einigung im Streit über Mindestlöhne

Nach umfangreichen Protesten und Streiks in der Textilbranche in Bangladesch haben die Arbeitgeber gestern einem monatlichen Mindestlohn von 68 Dollar (knapp 51 Euro) zugestimmt. Wie ein Regierungsvertreter in der Hauptstadt Dhaka mitteilte, akzeptierten die Unternehmer den Betrag bei einem Treffen mit Regierungschefin Sheikh Hasina. Den Mindestlohn hatte zuvor eine von der Regierung eingesetzte Kommission vorgeschlagen.

Bei Bränden und anderen Unglücken hatte es in Bangladesch in den vergangenen Monaten wiederholt Todesopfer gegeben. Beim Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza im April waren mehr als 1.100 Menschen ums Leben gekommen, es war das schwerste Industrieunglück in der Geschichte des Landes.

Seither gab es immer wieder Proteste. Auch international sorgten die Arbeitsbedingungen in Bangladesch für anhaltende Debatten.