Bauarbeiten für Gaspipeline in Serbien begonnen

In Serbien wurden gestern Nachmittag die Bauarbeiten am Gaspipelineprojekt „South Stream“ offiziell aufgenommen. Die Baukosten des 421 Kilometer langen Pipelineabschnitts durch Serbien werden nach den jüngsten Angaben der Regierung in Belgrad auf 1,9 Mrd. Euro geschätzt.

Für den Bau der Pipeline ist die in der Schweiz registrierte Firma South Stream Serbia zuständig, die vom russischen Gasriesen Gasprom und der serbischen Srbijagas gegründet wurde und an der die Russen mit 51 Prozent beteiligt sind. Belgrad erwartet, dass bei den Bauarbeiten etwa 25.000 Mitarbeiter serbischer Baufirmen direkt beschäftigt sein werden, indirekt bis zu 100.000.

Abzweigung nach Kroatien und Bosnien-Herzegowina

Laut früheren Ankündigungen von Srbijagas-Chef Dusan Bajatovic wird Gasprom Serbien für den ersten Teil der Bauarbeiten einen Kredit über 175 Mio. Euro gewähren, der nach der Fertigstellung über die Transportgebühren getilgt werden soll. Weitere 300 Mio. Euro für die Bauarbeiten im Jahr 2014 sollen von Gasprom kommen. Serbien wird mit weiteren 75 Mio. Euro aufkommen.

Die Kapazität der Pipeline durch Serbien soll 41 Mrd. Kubikmeter Gas betragen, wobei Gasprom die gesamte Kapazität für 25 Jahre pachten will. Aus Serbien ist eine Abzweigung nach Kroatien und eine nach Bosnien-Herzegowina geplant. Eine dritte nach Mazedonien wird erwogen.