Syrische Rebellen für „islamischen Staat“

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Die wichtigste bewaffnete Rebellenallianz in Syrien hat einen „islamischen Staat“ zu ihrem Ziel ausgerufen. Die erst kürzlich gegründete Islamische Front versicherte in einer gestern Abend veröffentlichten Erklärung zugleich, dass sie die Rechte von Minderheiten schützen und „keinen repressiven Herrschaftsstaat“ gründen wolle.

Konkrete Vorstellungen über das Regierungs- und Rechtssystem werden in der Erklärung nicht geäußert, nach Ansicht von Beobachtern soll dadurch Streit in der erst in der vergangenen Woche gegründeten Allianz verhindert werden. Die Islamische Front vereint sieben der wichtigsten gegen Assad kämpfenden islamistischen Rebellengruppen.

Die Rebellenallianz hat zusammen etwa 50.000 Kämpfer. Durch die Bildung der Allianz soll die Zersplitterung der kämpfenden Opposition in Syrien zumindest teilweise aufgehoben werden. Die Uneinigkeit der Rebellen war nach Einschätzung von Experten einer der Gründe für einige militärische Erfolge der Assad-Armee in den vergangenen Wochen.