Erstes Todesopfer bei Protesten in Thailand

Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der thailändischen Regierung ist gestern in Bangkok ein Mann getötet worden. Er wurde von einer Kugel getroffen. Auch ein weiterer Kundgebungsteilnehmer sei durch einen Schuss verletzt worden, hieß es am Abend. Mindestens zehn Menschen wurden laut Krankenhausangaben verletzt.

Regierungsgegner hatten zuvor einen Bus von Anhängern der Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra mit Steinen attackiert. Hunderte Oppositionelle versuchten außerdem, den schwer bewachten Regierungssitz in der Hauptstadt zu stürmen.

Die genauen Umstände des tödlichen Angriffs blieben zunächst unklar. Es fielen mehrere Schüsse. Die Tat ereignete sich in der Nähe eines Stadions, in dem sich etwa 70.000 Anhänger der Regierung versammelt hatten.

Militär schickt Soldaten in Hauptstadt

Die Regierung mobilisierte unterdessen das Militär, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Die Armee schicke mehr als 2.700 Soldaten in die Hauptstadtregion, sagte der Sprecher der nationalen Polizei, Piya Utayo.

„Sie werden an gemeinsamen Patrouillen mit der Polizei teilnehmen, um den Frieden und die Sicherheit zu gewährleisten.“ Der Anführer der Proteste, Suthep Thaugsuban, hatte zu weiteren Demonstrationen aufgerufen, um den „Tag des Sieges“ über die Regierung zu feiern.