Ehemaliger Ku-Klux-Klan-Chef darf nicht in Italien leben

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Der Rechtsextremist und ehemalige Anführer des rassistischen Ku-Klux-Klans im US-Bundesstaat Louisiana, David Duke, darf nicht in Italien leben. Ein Verwaltungsgericht der norditalienischen Region Veneto bestätigte heute einen Beschluss der Polizei, die Duke als Gefahr für die nationale Sicherheit eingestuft und ihm eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung verweigert hatte.

Dukes hatte gegen die Polizeientscheidung Beschwerde erhoben. Auch nach der Ablehnung seines Rekurses durch das Gericht geben sich die Rechtsanwälte des US-Rechtsextremisten nicht geschlagen. Sie wollen beim Staatsrat, höchste Instanz bei Streitigkeiten über administrative Fragen, Berufung einreichen, berichteten italienische Medien.

Duke hielt sich zwischen Februar 2011 und November 2012 im Dolomiten-Raum auf. In den letzten Monaten seines Italien-Aufenthalts hatte er öfters auch Reisen nach Österreich unternommen. Laut den italienischen Behörden wolle er in Europa eine rechtsextremistische und rassistische Organisation gründen. Die Schweiz hatte 2009 ein Aufenthaltsverbot für den Schengen-Raum ausgesprochen. Duke lebte jahrelang unbehelligt in Zell am See (Pinzgau) und der Stadt Salzburg.