Blick in ein „Reich ohne Eigenschaften“

Geprägt von der Rivalität der fünf tonangebenden und um Bündnisse ringenden Großmächte, kam Europa am Vorabend des Ersten Weltkriegs einem Pulverfass gleich. Mitten unter den Hauptakteuren fand sich die Doppelmonarchie der Habsburger und das sich weiter als imperiale Metropole zelebrierende Wien. Doch der Glanz vergangener Tage erschien schon lange verblasst - das kaiserlich-königliche Österreich-Ungarn, so ein Historiker, entpuppte sich vielmehr als „Reich ohne Eigenschaften“. Vom nahenden Untergang war Ende 1913 dennoch keine Rede - ganz im Gegenteil wurde der Donau-Monarchie auch weiterhin ein „rechtmäßiger Platz“ in Europa zugesprochen.

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