Kanadas Post will Briefzustellung zur Haustür einstellen

Die angeschlagene kanadische Post will mittelfristig die Zustellung von Briefen und Paketen bis zur Haustür einstellen. Bis in fünf Jahren bekämen sämtliche Haushalte ihre Post in Sammelbriefkästen geliefert, teilte das halbstaatliche Unternehmen gestern mit.

Die Firma will damit bis zum Jahr 2018 zwischen 6.000 und 8.000 Stellen einsparen. Zudem soll das Briefporto auf einen kanadischen Dollar (0,68 Euro) verdoppelt werden. Das Ziel von Canada Post ist es, bis 2019 wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Verlust von einer Mrd. Dollar

Angesichts der Konkurrenz privater Briefzusteller und der Umstellung der Kommunikation auf E-Mail ist die Zahl der zugestellten Briefe in Kanada zwischen 2006 und 2012 von fünf auf vier Milliarden im Jahr zurückgegangen.

Die Umstellung auf Sammelbriefkästen betrifft vor allem städtische Gegenden. In ländlichen Gebieten wird die Post bereits nicht mehr bis zur Haustür zugestellt. Ohne den neuen Aktionsplan würde dem Unternehmen eigenen Angaben zufolge bis 2020 ein Verlust von einer Milliarde Dollar drohen.