Großrazzia bei Pferdefleischhändlern in Frankreich

Viele Pferde aus der Pharmaforschung und aus Reitställen könnten in Frankreich illegal für die Lebensmittelproduktion geschlachtet worden sein. Ermittler starteten heute nach eigenen Angaben eine Razzia in elf Departements. Rund 100 Einsatzkräfte der Gendarmerie sollten dabei Unternehmen durchsuchen und Verdächtige festnehmen.

Laut Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP könnten unter anderem Pferde aus Forschungseinrichtungen des Pharmariesen Sanofi an Schlachtereien verkauft worden sein. Vermutlich hätten die Händler zu diesem Zweck die Dokumente gefälscht, hieß es.

Es gehe diesmal nicht um als Rind deklariertes Pferdefleisch, betonte Verbraucherminister Benoit Hamon in Bezug auf den europaweiten Pferdefleischskandal Anfang des Jahres. Diesmal seien eventuell Tierkörper, die beseitigt werden sollten, in Fleischereien gelandet. Auf ein konkretes Gesundheitsrisiko für Verbraucher gab es zunächst keine Hinweise.