Homosexuellen droht in Uganda lebenslange Haft

Homosexuellen droht in Uganda künftig lebenslange Haft. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wurde gestern vom Parlament in Kampala verabschiedet.

Demnach droht jedem lebenslange Haft, der ein zweites Mal bei gleichgeschlechtlichen sexuellen Akten „erwischt“ wird oder gleichgeschlechtlichen Sex mit Minderjährigen beziehungsweise HIV-Infizierten hat.

Mit dem Gesetz habe das Parlament „ein Votum gegen den Teufel“ abgegeben, sagte der evangelikale Abgeordnete David Bahati, der hinter dem Text steht, nach der Abstimmung. „Das ist ein Sieg für Uganda und unsere gottesfürchtige Nation.“ Das Gesetz muss nun noch vom Präsidenten des ostafrikanischen Landes unterzeichnet werden, bevor es in Kraft tritt.

Homosexuellenaktivist Julian Pepe Onziema kündigte an, dass nun der Kampf gegen das Gesetz und gegen die Verfolgung sexueller Minderheiten noch verstärkt werde. Es sei enttäuschend, dass das Parlament, die Menschenrechte ignorierend, „ein Gesetz verabschiedet, das Mitbürger und ihre Kinder zur Zielscheibe für Schikanen und Bedrohung macht“, sagte er der deutschen Nachrichtenagentur dpa.