Heinrich Übleis ist tot

Der einstige Bautenminister und Ex-Post- und -ÖBB-Chef Heinrich Übleis ist gestorben. Das teilte seine Familie heute mit. Übleis verstarb demnach bereits am 14. Dezember im Kreis seiner Familie in seiner Wohnung in Wien. Er war im 81. Lebensjahr. Die Angehörigen wollten nach Worten seines Sohnes Michael mit der öffentlichen Todesnachricht warten, bis die Beisetzung im engsten Familienkreis erfolgt war.

Nach seiner Pensionierung hat sich der sozialdemokratische Ex-Politiker und Ex-Manager staatsnaher Betriebe bei privaten Seniorenwohn- und Pflegeheimprojekten engagiert, die er seine vierte Karriere nannte, bis er krankheitsbedingt kürzertreten musste.

1985 in Politik gewechselt

Heinrich Übleis, der 1933 als Arbeitersohn in Edt bei Lambach (Oberösterreich) auf die Welt gekommen war, hatte 1953 bei der Post begonnen, wo er als Werkstudent (Jus) seine ersten Karriereschritte im Staatsbetrieb setzte. 1970 avancierte er zum Sekretär des damaligen Verkehrsministers Erwin Frühbauer. 1979 wurde Übleis zum Generaldirektor der damaligen Post- und Telegraphenverwaltung bestellt. 1985 wechselte er in die Politik, als Minister für Bauten und Technik.

In dieser Funktion setzte er erste „Sparautobahn“-Abschnitte durch. 1987 wurde Übleis unter dem damaligen Verkehrsminister Rudolf Streicher ÖBB-Generaldirektor, wo er Mitte 1993 in Pension ging. In der Bahn wird sein Name auch heute noch mit der Einführung der Eurocity-Züge, der Installation des Busdiensts und dem Austrotakt verbunden.