Entwicklungszusammenarbeit: NGO-Appell an Kurz

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Österreichische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben gestern erneut ein Zeichen für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) gesetzt. Um dem neuen Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) für die Verhandlungen während der Regierungsklausur den Rücken zu stärken, haben ihm insgesamt 46 Organisationen ein „Kraftpaket“ übergeben.

Damit wollten NGOs wie das Rote Kreuz, SOS Kinderdorf, Diakonie, Licht für die Welt, Dreikönigsaktion (DKA) und die Dachorganisation Globale Verantwortung demonstrieren, dass die internationale Zivilgesellschaft hinter Kurz steht, hieß es in einer Aussendung. Gleichzeitig wurde die „Umsetzung des Koalitionsvertrages“ in den Bereichen EZA und humanitäre Hilfe gefordert.

Österreich gehört bei den staatlichen Ausgaben für EZA zu den europäischen Schlusslichtern. 2012 betrug der Anteil von Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen (BNE) lediglich 0,28 Prozent - einschließlich Entschuldungsmaßnahmen, Flüchtlingshilfe und Stipendien. Der europäische Schnitt beträgt 0,43 Prozent. Für Kurz ist dieser Beitrag zur EZA „kein Ruhmesblatt“ für Österreich, wie er kürzlich im APA-Interview sagte.