Iran kündigt Einreise von Atominspektoren für Samstag an

Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sollen am Samstag nach Teheran reisen, um über die Umsetzung des jüngst in Genf erzielten Abkommens zum iranischen Atomprogramm zu wachen. Das teilte die iranische Atombehörde heute laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA mit.

Das im November ausgehandelte Übergangsabkommen mit der 5+1-Gruppe aus den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland soll am 20. Jänner in Kraft treten, nachdem letzte Streitpunkte zur Umsetzung am vergangenen Freitag ausgeräumt wurden.

Abkommen für verschärfte Kontrollen

Das Abkommen sieht vor, dass der Iran für sechs Monate zentrale Teile seines Atomprogramms aussetzt und verschärfte Kontrollen seiner Anlagen zulässt. Vereinbart wurde unter anderem, dass Teheran seine Bestände von auf 20 Prozent angereichertem Uran unter eine Schwelle von fünf Prozent abschwächt oder so verändert, dass sie nicht mehr angereichert werden können.

Im Gegenzug gewährt der Westen dem Iran eine Lockerung bei gewissen Sanktionen und sagt zu, keine neuen Wirtschaftssanktionen zu verhängen. Das Übergangsabkommen soll Zeit schaffen, um eine dauerhafte Lösung auszuarbeiten und den jahrelangen Atomstreit endgültig zu beenden.