Vergewaltigungsanzeige: Österreicherin droht Strafe in Dubai

Eine Österreicherin wurde in Dubai offenbar Opfer einer Vergewaltigung, nun könnte ihr die Strafverfolgung wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs drohen. Das berichtet das Onlinemedium „Gulf News“. Die österreichische Botschaft machte auf APA-Anfrage keine näheren Angaben dazu. Bestätigt wurde aber der Vergewaltigungsvorwurf einer österreichischen Touristin und dass die Frau nicht in Haft ist.

Ereignet hat sich der Fall laut „Gulf News“ bereits am 2. Dezember, dem Nationalfeiertag in Dubai. Demnach gab die Mittzwanzigerin an, nach einer Nationalfeiertagsparty von einem aus dem Jemen stammenden Mann vergewaltigt worden zu sein. Der mutmaßliche Täter streitet das ab.

Heirat angeraten?

Dem Bericht zufolge wird der Frau nun vorgeworfen, sie habe mit dem Jemeniten (einvernehmlichen) außerehelichen Geschlechtsverkehr gehabt und Alkohol konsumiert. Beides ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten strafbar. Dem Bericht zufolge wurde der Österreicherin geraten, den mutmaßlichen Täter zu heiraten, um juristische Schritte zu vermeiden.

Erst im Vorjahr war eine Norwegerin in einem ähnlichen Fall in Dubai zu 16 Monaten Haft verurteilt worden. Die 24-Jährige hatte ihre eigene Vergewaltigung angezeigt, wurde dann aber selbst vor Gericht gestellt. Nach internationalen Protesten wurde die Frau schließlich „begnadigt“ und konnte ausreisen. Auch der mutmaßliche Täter kam frei.