Thailand verhängt Notstand in Bangkok

Nach den gewaltsamen Protesten vom Wochenende hat die Regierung in Thailand für die Hauptstadt Bangkok und die Umgebung den Notstand ausgerufen. Dieser solle ab morgen für 60 Tage gelten, teilte die Regierung heute mit. Die Notstandsgesetze geben den Sicherheitskräften weitreichende Befugnisse.

Bei Explosionen waren am Freitag und Sonntag in Bangkok ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Seit Wochen fordern Demonstranten in der Hauptstadt den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.

Belohnung ausgelobt

Unterdessen mischte sich der Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra nach wochenlangem Schweigen nach Angaben seines Sohnes wieder in das politische Tagesgeschäft in seiner Heimat ein. Sein Vater habe eine Belohnung von 2,25 Millionen Euro für die Ergreifung des Täters ausgelobt, der am Sonntag eine Granate auf Demonstranten geworfen habe. Das schrieb Panthongtae Shinawatra heute auf seiner Facebook-Seite. Die Polizei hat umgerechnet 11.200 Euro als Belohnung versprochen.