Draghi sieht keine Deflationsgefahr in Euro-Zone

Ungeachtet der zuletzt nur noch geringen Teuerung in der Euro-Zone sieht EZB-Chef Mario Draghi nach eigenen Worten keine Gefahr einer Deflation. Er sei sich aber bewusst, dass mit einer langen Phase sehr niedriger Inflation entsprechende Risiken verbunden sein könnten, erklärte Draghi gestern beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Die Erholung der Euro-Zone bezeichnete Draghi als bisher noch „recht schwach, zerbrechlich und ungleich verteilt“. Jedoch hätten einige der Euro-Zonen-Problemländer - darunter auch Griechenland - beachtliche Fortschritte erreicht. Als beispielhaft bezeichnete er Deutschland, wo notwendige Strukturreformen bereits vor Jahren in Angriff genommen worden seien.

Die EZB werde die Erholung in den Euro-Ländern auch weiterhin mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, sicherte Draghi zu. Dazu gehörten weiterhin sehr niedrige Zinsen. Das „sehr anpassungsfähige“ Agieren der EZB habe inzwischen positive Effekte in der Realwirtschaft.