EU-Wahl: NEOS will EU-Verfassungskonvent

NEOS fordert nach der Wahl zum Europaparlament die Abhaltung eines Verfassungskonvents. „Europa braucht Identität, Europa braucht eine Verfassung“, und hierfür brauche es Partizipation, erklärte Parteichef Matthias Strolz heute in der neu gestalteten „NEOSphäre“ in Wien-Neubau. Auch bei der Listenerstellung für die EU-Wahl setzt die junge Partei wieder auf Bürgerbeteiligung.

Das Pressegespräch fand in den „gepimpten“ - so Strolz - Parteiräumlichkeiten statt. Viel Glas wurde dabei verwendet, Büros, so transparent wie die Partei, meinte Vorstandsmitglied Michael Schuster. Nach der Aufbauarbeit konzentriert sich NEOS nun auf die Wahl zum Europaparlament am 25. Mai.

Onlinevorwahl bis 7. Februar

„Das, was wir inhaltlich fordern, müssen wir vorhüpfen“, verwies der Klubobmann auf den Partizipationsprozess zur Listenerstellung. „Bürgerbeteiligung ist unsere DNA“, so auch der Digital Stratege Schuster. Laut seinen Angaben nahmen bereits über 1.400 Bürger an der Onlinevorwahl teil, pro Tag gebe es 80 bis 120 Registrierungen. Bis Ende der Onlinevorwahl am 7. Februar hofft er auf 5.000 Teilnehmer.

„Wir sehen uns als Insel des Neuen. Wenn man Schwungmasse aufbauen will, muss man sich vernetzen“, stellte Strolz fest. Er und Stellvertreterin Angelika Mlinar sind daher auch am 1. Februar in Brüssel beim Gipfel der EU-Liberalen (ALDE), wo die gemeinsame Doppelspitze für die EU-Wahl Guy Verhofstadt und Olli Rehn ins Rennen geschickt wird. Im April reist Strolz auch wieder nach Island - dem „Leuchtturm an Partizipation und Innovation“ -, um NEOS vorzustellen.