TV: Große Mengen Drogen in Hoffmans Wohnung gefunden

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Einen Tag nach dem Tod von Oscar-Gewinner Philip Seymour Hoffman verdichten sich Berichte über den Fund großer Mengen Drogen in der New Yorker Wohnung des Schauspielers.

65 Umschläge mit Heroin?

Wie der US-Sender ABCNews heute unter Berufung auf die New Yorker Polizei berichtete, sollen 65 Umschläge mit Heroin gefunden worden sein, weitere fünf seien leer gewesen. Zunächst war in US-Medien von 50 Beuteln mit Drogen die Rede. Eine Obduktion soll die Todesursache klären. Rauschgift gilt als wahrscheinliche Ursache für den plötzlichen Tod des Oscar-Preisträgers („Capote“).

Die Polizei bestätigte unterdessen den Fund von Heroin in Hoffmans Wohnung. „Vorläufige Testergebnisse deuten darauf hin, dass es sich bei den Drogen um Heroin handelt“, sagte ein Ermittler.

Hoffmans langjährige Partnerin, mit der er drei Kinder hatte, soll den Schauspieler am Tag vor seinem Tod gesehen und mit ihm telefoniert haben, berichtete das „Wall Street Journal“ gestern. Die Kostümbildnerin Mimi O’Donnell habe den Ermittlern gesagt, dass Hoffman dabei den Eindruck erweckt habe, unter Drogen zu stehen, schrieb das Blatt unter Berufung auf Polizeikreise.

Trauer in Hollywood

Familie, Kollegen und Weggefährten haben schockiert auf den Tod des Oscar-Preisträgers reagiert, der am Sonntag im Alter von 46 Jahren in New York gestorben ist. In Interviews, auf Twitter und Facebook brachten unzählige Stars wie George Clooney, Tom Hanks und Mia Farrow ihre Erschütterung zum Ausdruck.

Medienberichten zufolge starb der Schauspieler an einer Überdosis Heroin. Die New Yorker Gesundheitsbehörde hat Ermittlungen eingeleitet und kündigte eine Autopsie an.

Mehr dazu in „Es zerreißt uns das Herz“

Eine Minute Dunkelheit am Broadway

Die Broadway-Theater in New York wollen morgen zum Gedenken an den verstorbenen Schauspieler ihre Lichter für eine Minute dimmen. „Wir werden ihm immer dankbar sein für sein grenzenloses Talent“, erklärte die Vorsitzende der Theatervereinigung Broadway League, Charlotte St. Martin. Sie würdigte den Oscar-Preisträger als einen „wahren Künstler, der das Theater liebte“.