Weiter keine heimische Uni unter 100 Tophochschulen

Bereits zum dritten Mal in Folge findet sich keine österreichische Hochschule unter den 100 angesehensten Universitäten des Times Higher Education World Reputation Rankings. Die Uni Wien, 2011 noch in den Top 100 vertreten, verlor weiter etwas an Boden und kommt auf einen Rang zwischen 110 und 120. Auf Platz eins liegt wie im Vorjahr die US-Eliteuni Harvard.

Prestige beurteilt

Die Wertung basiert auf Antworten von rund 10.500 erfahrenen Wissenschaftlern aus mehr als 150 Staaten, die in ihrem Forschungsfeld die bis zu 15 besten Universitäten angeben sollten. Gemessen wird damit also ausschließlich das Prestige in der akademischen Welt.

2011 war die Uni Wien noch knapp in den Top 100 gelandet, 2012 und 2013 verfehlte sie die Elitegruppe knapp. 2014 ist sie nun laut dem Ranking-Herausgeber Phil Baty weiter abgerutscht - und zwar von den Plätzen 100 bis 110 (ab Platz 51 wird in Zehnergruppen gereiht, Anm.) auf die Plätze 110 bis 120. Der Platzverlust sei aber „nicht dramatisch und reflektiert eher den Umstand, wie eng die Unis am unteren Ende der Tabelle beieinanderliegen“, so Baty zur APA.

TU Wien unter Top 200

Erstmals in den Top 200 vertreten ist die Technische Universität (TU) Wien - ihre Platzierung zwischen den Rängen 160 bis 170 bedeute eine „signifikante Verbesserung“ gegenüber dem Vorjahr. Andere österreichische Hochschulen sind nicht unter den 200 angesehensten Unis.

Harvard, MIT, Stanford am angesehensten

Die zehn angesehensten Hochschulen finden sich laut Ranking ausschließlich im angloamerikanischen Raum. Hinter Harvard klassierte sich das Massachusetts Institut of Technology (MIT) auf Platz zwei, gefolgt von Stanford und den beiden englischen Unis Cambridge und Oxford.

Beste Uni außerhalb der USA und Großbritanniens ist die University of Tokyo (Japan) auf Platz elf, die angesehenste zentraleuropäische Uni die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 16. Zweitangesehenste Uni in Zentraleuropa ist die TU Delft (Niederlande, Platz 42), gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München (46).