Kreta: Protest gegen Entsorgung syrischer Chemiewaffen

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Auf der griechischen Insel Kreta haben rund 2.000 Demonstranten gegen die geplante Zerstörung syrischer Chemiewaffen auf offener See protestiert. Im Hafen von Souda schwenkten die Demonstranten gestern schwarze Fahnen und verlangten mehr Informationen über den geplanten Einsatz.

Der Bürgermeister der Stadt Sfakia, Pavlos Polakis, warnte vor einer Verschmutzung des Mittelmeers und negativen Folgen für die Wirtschaft Kretas und die Bevölkerung des gesamten Mittelmeer-Raumes.

Umweltschützer fürchten Verschmutzung

Die gefährlichsten syrischen Kampfstoffe sollen vom Hafen Latakia nach Italien gebracht, auf ein US-Spezialschiff verladen und dann auf offenem Meer vernichtet werden. Nach Angaben der UNO sollen dabei keine Schadstoffe ins Meer gelangen.

Umweltschützer und Nichtregierungsorganisationen zweifeln das jedoch an, die griechische Umweltorganisation Archipelagos sprach von einem „Umweltverbrechen“.

Der syrische Machthaber Bacshar al-Assad hatte im September 2013 zugesagt, das gesamte Chemiewaffenarsenal seines Landes bis Ende Juni zu vernichten, um einen drohenden US-Militärangriff abzuwenden.