Troika-Kontrollen in Athen dauern an

Das seit fast sieben Monaten andauernde Tauziehen um die Umsetzung des griechischen Reformprogramms dauert an. Die Troika-Überprüfungen durch die Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF), der EU und der Europäischen Zentralbank (EZB) gingen die ganze Nacht weiter und sollen nach Regierungsangaben bis zum Nachmittag fortgesetzt werden.

Ursprünglich hofften beide Seiten, gestern die langen Verhandlungen zu beenden. „Wir hoffen, heute fertig zu werden“, so ein Funktionär des Finanzministeriums in Athen heute Früh.

Verschleppung von Reformen kritisiert

Griechische Medien berichteten von Unstimmigkeiten in den Bereichen Verwaltungsreformen und Entlassungen von Staatsbediensteten. Die Troika hatte wiederholt die Verschleppung von Reformen kritisiert.

Athen hofft auf den Abschluss der Prüfungen, damit sich die Regierungskoalition aus Konservativen und Sozialisten unter Regierungschef Antonis Samaras auf den Wahlkampf für die Europawahl Ende Mai konzentrieren kann. Es geht um Hilfen in Höhe von gut zehn Milliarden Euro. Griechenland wird mit insgesamt rund 240 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen.