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Sorge vor Militäreinsatz

Nach der umstrittenen Abstimmung über den Beitritt der Krim zu Russland hat der ukrainische Oppositionspolitiker Witali Klitschko eine entschiedene Reaktion gefordert. „Das, was die russische Regierung mit Hilfe von Separatisten und einem rechtswidrigen Referendum hier durchgeführt hat, ist ein klarer Bruch des Völkerrechts“, so Klitschko in einem Gastbeitrag für die „Bild“-Zeitung (Montag-Ausgabe).

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Die westliche Welt könne und dürfe das nicht unbeantwortet lassen, so der ehemalige Boxweltmeister. „Heute erwarten wir, dass die EU die schärfsten Sanktionen, die es seit Ende des Kalten Krieges gegeben hat, gegen Russland verhängen wird“, schrieb Klitschko. Zugleich sah er die Gefahr eines russischen Militäreinsatzes auch in der Ostukraine. „Ich bin besorgt, dass die russischen Angriffe gegen die Ukraine weitergehen werden, auch über die Krim hinaus“, hieß es in dem Beitrag.

„Krim ist und bleibt ukrainisch“

Klitschko schrieb, von Russland „gesteuerte Provokateure“ wollten in Städten im Osten der Ukraine wie Donezk und Charkiw Schaden anrichten. Zum Ergebnis des Referendums auf der Krim erklärt Klitschko: „Die Krim ist und bleibt ukrainisch.“ Er sei „traurig darüber mitanzusehen, was russische Propaganda angerichtet“ habe. Alle Menschen aus der Ukraine, die für Freiheit gekämpft hätten, seien „pauschal als Rechtsradikale dargestellt“ worden. Russland habe mit „schamlosen Lügen“ eine „Invasion gegen die Ukraine gestartet“.

Waffenruhe vereinbart

Russland und die Ukraine vereinbarten angesichts der angespannten Lage auf der Krim eine Waffenruhe für die Halbinsel. Sie gelte bis zum 21. März, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Igor Tenjuch am Sonntag in Kiew vor Journalisten. Bis Freitag würden Soldaten der russischen Schwarzmeer-Flotte, die auf der Krim stationiert ist, nicht gegen ukrainische Militärstützpunkte vorgehen. „Unsere Militärbasen werden daher mit den Nachschublieferungen fortfahren“, sagte der Verteidigungsminister am Rande einer Kabinettssitzung. Von russischer Seite gab es dazu keinen Kommentar.

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