GM startet nächsten Massenrückruf in den USA

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Der Automobilkonzern General Motors (GM) ruft in den USA die nächsten gut 1,5 Millionen Autos wegen diverser Mängel zurück. Damit reagiert der Hersteller auf die Kritik von Politikern und Verbraucherschützern, einen Rückruf wegen defekter Zündschlösser über Jahre verschleppt zu haben. „Ich habe unser Team angewiesen, die Bemühungen bei unseren laufenden Produktüberprüfungen zu verstärken“, erklärte Konzernchefin Mary Barra gestern in Detroit.

Während die problematischen Zündschlösser ausschließlich in alten Modellen steckten, sind vom neuerlichen Rückruf auch aktuelle Modelle betroffen. Für diese gilt ein Verkaufsstopp, bis sie repariert sind. Je nach Modell gibt es unterschiedliche Mängel: Kurzschlüsse im Motorraum, Fehlfunktionen der Airbags und Gurtstraffer sowie Materialfehler am Armaturenbrett. GM schätzt, dass alle Rückrufe zusammengenommen in diesem Quartal 300 Millionen Dollar (rund 216 Mio. Euro) kosten.