Putin führt Wehrertüchtigung wieder ein

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Kreml-Chef Wladimir Putin hat die aus Sowjetzeiten stammende Wehrertüchtigung wieder eingeführt. Zur freiwilligen Teilnahme aufgerufen sind alle Einwohner ab sechs Jahren. Dank des Systems seien Generationen gesunder Menschen herangewachsen, sagte Putin gestern nach Angaben russischer Agenturen in Moskau.

Als „Tribut an die Traditionen unserer nationalen Geschichte“ werde auch wieder der alte Name „Gotow k trudu i oboronje“ (Bereit zu Arbeit und Verteidigung) genutzt. An dem Programm hatten sich zwischen 1931 und dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 Dutzende Millionen Menschen beteiligt. Auch in anderen kommunistischen Staaten gab es Wehrunterricht.

„Massensport sollte entwickelt werden und für Menschen jeden Alters und unabhängig von ihrem Gesundheitszustand zugänglich sein“, sagte Putin. „Wir brauchen ein Netzwerk gemeinnütziger Vereine, die für die Anwohner zu Fuß zu erreichen sind.“ Clubmitgliedschaften könnten etwa von Unternehmen als zusätzliche Leistung ausgelobt werden, betonte der Präsident, der sich gerne als Hobbysportler präsentiert.