Ägyptische Fotoreporterin bei Protest in Kairo erschossen

Bei einem Protest der Islamisten ist heute in Kairo eine Fotoreporterin der Tageszeitung „El-Dostour“ erschossen worden. Die Fotografin Majada Aschraf hatte im Außenbezirk Ain Schams Bilder von schweren Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften gemacht, berichtete das Nachrichtenportal Al-Ahram.

Die näheren Umstände ihres Todes waren zunächst unklar. In Ägypten hatten heute Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi erneut an mehreren Orten gegen die vom Militär unterstützte Regierung demonstriert.

Ägypten ist tief gespalten zwischen Unterstützern Mohammed Mursis und Gegnern des Ex-Präsidenten, die hinter Ägyptens neuem starken Mann Abdel Fattah al-Sisi stehen. In Fajum kam es zu Krawallen zwischen den verfeindeten politischen Lagern, die von der Polizei beendet werden mussten.

Kilometerlange Menschenkette

In der nördlichen Provinz Beheira bildeten Anhänger Mursis eine mehrere Kilometer lange Menschenkette. In der Hafenstadt Port Said zündeten sie ein Porträt des ehemaligen Armeechefs Sisi an.

Währenddessen feierten Dutzende Demonstranten in Alexandria und Kairo die Präsidentschaftskandidatur des Feldmarschalls, die dieser am Mittwochabend offiziell bekanntgegeben hatte. Ein Erfolg Sisis bei der Wahl gilt als sicher.