GM deutete Entschädigungsfonds nach Pannenserie an

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Nach der Pannenserie bei General Motors (GM) hat das Unternehmen erstmals angedeutet, dass es einen Entschädigungsfonds für die Opfer einrichten könnte. GM-Chefin Mary Barra gab gestern bei einer Anhörung vor dem Kongress bekannt, dass der US-Konzern den Staranwalt und Entschädigungsspezialisten Kenneth Feinberg hinzugezogen habe.

Feinberg hat sich im Zusammenhang mit den Entschädigungsfragen nach den Anschlägen vom 11. September 2001, der BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und dem Bombenanschlag auf den Boston Marathon einen Namen gemacht. Angehörige der mindestens 13 Unfallopfer und Abgeordnete haben die Einrichtung eines solchen Fonds verlangt.

Prüfung der Lage angekündigt

Feinberg habe „viel Erfahrung in diesen Dingen“, sagte Barra den Abgeordneten des Repräsentantenhauses. Auf die Frage, ob der Schritt auf die Einrichtung eines Entschädigungsfonds hindeute, sagte sie, GM werde in den kommenden 30 bis 60 Tagen die Lage prüfen. Barra ergänzte, dass nach ihrem Wissen ihr Vorgänger Dan Akerson nicht von den defekten Zündschlössern gewusst habe. Es werde noch geprüft, auf welcher Firmenebene die Entscheidung gefällt worden sei, die Teile einzubauen.

Wenige Monate vor den Zwischenwahlen in den USA muss Barra wegen einer Reihe von tödlichen Unfällen dem Kongress Rede und Antwort zu der Pannenserie stehen. Seit Jahresbeginn hat GM mehr als sechs Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Vor allem bereiteten defekte Zündschlösser Schwierigkeiten. Bei dadurch verursachten Unfällen sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Verbraucherschützer gehen von deutlich höheren Zahlen aus.