Massenrückruf bei Toyota: Weltweit Millionen Autos betroffen

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Neuer Massenrückruf bei Toyota: Wie heute bekanntwurde, muss der japanische Autohersteller weltweit 6,58 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen.

Bei den Kleinwagen Yaris und Urban Cruiser, die zwischen Jänner 2005 und August 2010 produziert wurden, könne es Probleme an den Sitzschienen bzw. mit einem Befestigungspunkt der Lenksäule geben. Beim Geländewagen RAV4 und beim Pick-up Hilux, die zwischen Juni 2004 und Dezember 2010 hergestellt wurden, könne es zudem zu einem Bruch im Fahrzeugkabelbaum kommen.

Wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten hatte Toyota allein zwischen 2009 und 2011 mehr als zehn Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen. Mitte März hatte sich der Autokonzern mit dem US-Justizministerium geeinigt, in den USA 1,2 Milliarden Dollar (800 Mio. Euro) Strafe zu zahlen.

GM muss Strafe zahlen

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) erlegte General Motors (GM) unterdessen eine Strafe auf, weil der US-Autokonzern einen Fragenkatalog zu seinen fehlerhaften Zündschlössern nicht rechtzeitig beantwortet hatte. Die von der NHTSA gesetzte Frist war am 3. April abgelaufen. Für jeden Tag, den die vollständigen Antworten auf sich warten lassen, soll GM bis zu 7.000 Dollar (5.000 Euro) zahlen.

Der Chefjustiziar der Behörde, Kevin Vincent, ermahnte GM in einem gestern veröffentlichten Brief. Dass der Autokonzern inzwischen eine interne Untersuchung veranlasst habe, sei kein Grund, die Anfrage der Behörde in Teilen zu ignorieren.

GM hat weltweit 2,6 Millionen ältere Wagen in die Werkstätten gerufen, die meisten davon in den USA. Der Zündschlüssel droht bei voller Fahrt zurückzuspringen, was auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschaltet. Es kam zu mehreren tödlichen Unfällen. GM wird vorgeworfen, das Problem mehr als zehn Jahre lang ignoriert zu haben.