USA begrüßen Erdogans Äußerung über Leiden der Armenier

Die USA haben die Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Leiden der Armenier im Osmanischen Reich begrüßt. Das sei ein „positiver Schritt“, der zu einer „vollen Anerkennung der Fakten“ und zur Versöhnung führen könne, sagte Jen Psaki, Sprecherin des US-Außenamtes, gestern in Washington.

Erdogan hatte in einer Botschaft die Opfer der Armenier als „gemeinsames Leid“ bezeichnet. „Es lässt sich nicht abstreiten, dass die letzten Jahre des Osmanischen Reiches, gleich welcher Religion oder ethnischer Herkunft sie angehörten, für Türken, Kurden, Araber, Armenier und Millionen weiterer osmanischer Bürger eine schwierige Zeit voller Schmerz waren“, sagte Erdogan.

Im Osmanischen Reich kamen nach unterschiedlichen Schätzungen während des Ersten Weltkriegs zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier ums Leben. Die Gräueltaten an den Armeniern wurden von mehr als einem Dutzend Staaten als Völkermord gewertet. Die Türkei bestreitet den Genozid, dagegen wird in Armenien der 24. April offiziell als Völkermordgedenktag begangen.