Neuer Flüchtlingsansturm auf spanische Exklave Melilla

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Bei einem neuen Massenansturm auf Melilla sind 21 afrikanische Flüchtlinge in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Rund einhundert Afrikaner versuchten gestern Abend, von Marokko aus über die Grenzzäune zu kommen.

Rund 50 seien dabei auf das Dach der Grenzkontrollstelle geklettert. Bei Zusammenstößen mit der Polizei seien mehrere Flüchtlinge leicht verletzt worden.

30.000 bis 80.000 Menschen in Lagern

Die Masseanstürme auf die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. In der Umgebung der Exklaven leben auf marokkanischem Gebiet Tausende notleidende Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara in Lagern und warten auf eine Gelegenheit, nach Europa zu gelangen. Laut verschiedenen Schätzungen sind das 30.000 bis 80.000 Menschen.

2.000 Migranten vor Sizilien gerettet

Auch Süditalien ist weiterhin mit einer massiven Flüchtlingswelle konfrontiert. 1.500 Menschen wurden von Schiffen der italienischen Marine und der Küstenwache vor Sizilien gerettet, wie die Behörden heute mitteilten. Bis morgen wird auf Sizilien mit weiteren 2.000 Migranten gerechnet, die bei ihrer Flucht über das Meer von verschiedenen Schiffen gerettet wurden.