Mitbegründer von Drogenkartell Los Zetas in Mexiko getötet

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Einer der Mitbegründer des berüchtigten mexikanischen Drogenkartells Los Zetas ist bei einer Schießerei mit Soldaten erschossen worden. Bei dem Schusswechsel in der Grenzstadt Reynosa im Nordosten des Landes wurden laut Behördenangaben von heute zudem fünf Zivilisten und ein Militär getötet.

Bei dem getöteten Los-Zetas-Gründungsmitglied handelt es sich um Galindo Mellado alias Z-9, einen früheren mexikanischen Elitesoldaten. Mellado war Anfang der 1990er Jahre desertiert, um mit Komplizen Los Zetas zu gründen. Die Gruppe arbeitete zunächst im Dienst des Golf-Drogenkartells. Später spaltete sich Los Zetas vom Golf-Kartell ab und begann einen blutigen Kampf über die Vorherrschaft im Drogengeschäft im Nordosten Mexikos.

Neue Strategie der Regierung

Mexikos Staatschef Enrique Pena Nieto hatte bei seinem Amtsantritt im Dezember eine neue Strategie im Kampf gegen die Drogenkartelle angekündigt, um die Zahl der Gewalttaten zu verringern. Dazu gehören ein Präventionsprogramm und die Schaffung einer neuen Militärpolizei. Nietos Vorgänger Felipe Calderon hatte Ende 2006 eine Offensive gegen den Drogenhandel mit Tausenden Soldaten gestartet.

Während seiner Präsidentschaft gelang es den Sicherheitskräften zwar, etwa zwei Dutzend der 37 meistgesuchten Drogenbosse festzunehmen oder zu töten. Die Morde im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg nahmen aber deutlich zu: Von Ende 2006 bis 2012 wurden etwa 70.000 Menschen getötet.