Tote bei Angriff auf Parlament in Mogadischu

Bei einem Angriff auf das somalische Parlament sind heute in der Hauptstadt Mogadischu nach Angaben von Sicherheitskräften mindestens 18 Menschen getötet worden. Zu den Getöteten zählten acht Al-Schabab-Milizionäre und mehrere somalische Sicherheitsmänner. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Aus dem Parlamentsgebäude waren Schüsse zu hören.

Die Al-Schabab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag. Ein Sprecher bezeichnete den Angriff auf das „sogenannte somalische Parlament“ als „heiligen Einsatz“.

Seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre im Jahr 1991 herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Eine funktionierende Staatsgewalt im gesamten Land gibt es nicht. Die Al-Schabab-Miliz kontrollierte über Jahre weite Teile im Zentrum und Süden des nordostafrikanischen Landes. Die somalische Armee und ihre internationalen Unterstützer vertrieben sie zuletzt aber aus Mogadischu und den meisten anderen größeren Städten des Landes.

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