Bolivien eröffnete weltgrößtes urbanes Seilbahnnetz

Boliviens Präsident Evo Morales hat das angeblich größte urbane Seilbahnnetz der Welt in La Paz eröffnet. Gestern wurde die erste von insgesamt drei Verbindungen in Betrieb genommen, wie die Nachrichtenagentur ABI berichtete. Die von der Vorarlberger Firma Doppelmayr errichtete Linie zwischen La Paz und der Nachbarstadt El Alto hat eine Länge von 2.664 Metern.

Die neu eingeweihte Linie soll den Stadtverkehr entlasten. Die anderen beiden geplanten Linien befinden sich derzeit noch im Bau. Insgesamt wird das Netz eine Länge von 10.377 Metern haben. Doppelmayr hatte bereits für die Olympischen Spiele in London 2012 eine Stadtseilbahn errichtet.

Früheren Medienberichten zufolge hat das Projekt ein Volumen von 234 Millionen US-Dollar (171,91 Mio. Euro). Die drei Seilbahnen sollen pro Stunde und Richtung jeweils 3.000 Personen befördern können. Während die Fahrt zwischen La Paz und El Alto mit dem Auto bis zu einer Stunde dauert, soll die Strecke von der Seilbahn in zehn bis 17 Minuten bewältigt werden können. Doppelmayr hat jüngst auch bei den Olympischen Spielen in Sotschi mit einer Rekordseilbahn (5,4 km Länge) für Aufsehen gesorgt.

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