IAEA: Iran setzt Atomabkommen um

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Der Iran hält nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) das Atomabkommen mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland ein. Die vereinbarten Maßnahmen würden wie geplant umgesetzt, sagte IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano gestern bei einer Pressekonferenz in Wien. „Ich begrüße es, dass der Iran die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt hat. Auch die Vereinbarung vom 20. Mai, fünf weitere offene Punkte zu klären, ist ein Schritt vorwärts in diesem Prozess“, erklärte Amano.

Der Iran hatte im November mit den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates - USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich - und Deutschland zunächst in einem befristeten Interimsdeal vereinbart, einige der schmerzhaften Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik zu lockern. Im Gegenzug fuhr Teheran sein Atomprogramm zurück. Die Urananreicherung etwa wurde auf fünf Prozent beschränkt.

Ziel ist es, bis zum 20. Juli eine umfassende Einigung im jahrelangen Konflikt rund um die iranische Urananreicherung zu erzielen. Der Iran steht seit Jahren im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist das zurück. Die nächste Verhandlungsrunde findet vom 16. bis 20. Juni in Wien statt.