UNO: Hälfte der weltweiten Baumarten bedroht

Die Hälfte aller Baumarten auf der Welt sind nach Angaben der Vereinten Nationen gefährdet. In einem gestern in Rom vorgelegten Bericht der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) heißt es, Waldland schrumpfe am schnellsten in Brasilien, Indonesien und Nigeria.

Der FAO-Direktor für Forstwesen, Eduardo Rojas-Briales, erklärte, Wälder versorgten die gesamte Menschheit mit Nahrung und anderen lebenswichtigen Gütern. Doch die genetische Vielfalt der etwa 8.000 Baumsorten weltweit sei bedroht.

Dem Bericht zufolge ist genetische Vielfalt der Garant für Forstprodukte wie Blattgemüse, Honig, Obst, Samen, Nüsse, Wurzeln, Knollen und Pilze. Sie schütze Wälder außerdem vor Schädlingen und sorge für die Anpassung an veränderte Umweltbedingungen, wie sie etwa durch Klimawandel entstünden. Die FAO rief dazu auf, das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Biodiversität zu schärfen.