Anklage in tschechischer Spitzelaffäre

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Ein Jahr nach dem Sturz des damaligen tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas wegen einer mutmaßlichen Spitzelaffäre hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen.

Gegen die damalige Bürochefin und heutige Ehefrau des konservativen Politikers, Jana Necasova, sowie drei Ex-Militärgeheimdienstler wurde heute laut Staatsanwaltschaft in Olomouc (Olmütz) Anklage erhoben.

Jana Nagyova, wie die Angeklagte damals noch hieß, soll den Militärgeheimdienst missbraucht haben, um Necas’ erste Ehefrau Radka auszuspionieren. Im Falle einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs drohen den Beschuldigten bis zu drei Jahre Haft. Sie weisen die Vorwürfe im Wesentlichen zurück.