Supermarktketten prüfen Garnelenlieferungen aus Thailand

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Große Supermarktketten in Europa überprüfen derzeit die Garnelenlieferungen eines Produzenten aus Thailand, der angeblich mit Hilfe von Sklavenarbeit hergestelltes Fischmehl verfüttert. Die französische Kette Carrefour erklärte gestern, sie beziehe vorerst keine Garnelen mehr von der Firma Chaoren Pokpand (CP) Foods.

Die britische Kette TESCO teilte mit, sie werde zwar weiterhin von CP Foods kaufen, doch „mit diesem Unternehmen an einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen arbeiten“. Auch Aldi Nord bezieht Medienberichten zufolge Garnelen von CP Foods und will Sanktionen einleiten, sollten sich die Vorwürfe bestätigen.

„Guardian“ deckt menschenunwürdige Zustände auf

Der britische „Guardian“ hatte berichtet, dass CP Foods Fischmehl von Zulieferern kauft, die Schiffe betreiben oder besitzen, auf denen die Besatzung unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten muss. CP Foods gilt als einer der größten Garnelenproduzenten der Welt. Das Unternehmen erklärte gegenüber der britischen Zeitung, die Supermarktketten sollten ihre Macht nutzen und die thailändische Regierung unter Druck setzen, die Arbeitsbedingungen an Bord der Schiffe zu verbessern.