Dirigent Klobucar gestorben

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Berislav Klobucar ist tot. Der Dirigent verstarb gestern im Alter von 89 Jahren in einem Wiener Krankenhaus, teilte die Staatsoper mit, deren Ehrenmitglied der gebürtige Kroate seit 1992 war.

„Berislav Klobucar war ein Kapellmeister im allerbesten Sinn“, zeigte sich Staatsoperndirektor Dominique Meyer betroffen: „Wir werden ihn vermissen.“

1.133 Vorstellungen in Wien

Allein an der Wiener Staatsoper hat der am 28. August 1924 in Zagreb geborene, international tätige Kroate 53 Opern in 1.133 Vorstellungen dirigiert. Sein Hausdebüt feierte er 1953, damals noch im Theater an der Wien, mit „Madama Butterfly“. Zuletzt dirigierte er im Haus am Ring 1993, nämlich „Turandot“.

Studiert hatte Klobucar in Zagreb, zu seinen Lehrern zählten der berühmte Bruckner-Dirigent Lovro von Matacic, aber auch Clemens Krauss. Seine Laufbahn startete er als Kapellmeister in seiner Heimatstadt. 1952 dirigierte er erstmals im Wiener Funkhaus. Der Durchbruch gelang ihm in den 1960er Jahren.

Er führte den Stab bei Placido Domingos Wien-Debüt 1967 an der Staatsoper. In der Saison 1967/68 sprang er an der Metropolitan Opera für Herbert von Karajan in Wagners „Walküre“ ein, mit Birgit Nilsson als Brünnhilde.