OMV-Chef für rasche Verhandlungen zu „South Stream“

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Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV fordert von der EU ein Festhalten an dem umstrittenen Pipelineprojekt „South Stream“. „Die EU sollte die Gespräche über South Stream nicht beenden, sondern beschleunigen“, sagte OMV-Chef Gerhard Roiss heute auf einer Veranstaltung in Brüssel. Zwei Pipelines seien besser als eine.

Die OMV war Anfang Mai in das vom russischen Gasmonopolisten Gasprom angetriebene Projekt eingestiegen, durch das die Ukraine als Transitland umgangen werden soll. Die EU-Kommission steht dem Bau der Pipeline dagegen skeptisch gegenüber, weil die Vereinbarungen mit den betroffenen Ländern in Südeuropa nach ihrer Meinung gegen EU-Recht verstoßen.

Russland erwartet „planmäßigen“ Bau

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erwartet, dass der Bau „planmäßig“ verlaufen wird. Er sagte das in Belgrad nach seinem Treffen mit dem serbischen Außenminister Ivica Dacic, der den Bau von „South Stream“ als „nationales und staatliches Interesse“ seines Landes bezeichnete.

Bulgarien hatte kürzlich beschlossen, alle Arbeiten am Bau der Pipeline vorerst zu stoppen. Der russische Außenminister ist der Ansicht, dass es sich dabei nur um einen vorübergehenden Baustopp handelt. Das Pipelineprojekt garantiere die Gassicherheit Südosteuropas, so Lawrow.