Kommunalkredit verzichtet auf Moody’s-Rating

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die staatliche Kommunalkredit Austria AG hat nach „Auffassungsunterschieden“ zwischen der Bank und der Ratingagentur Moody’s alle Ratings der Agentur bis auf eines „zurückgelegt“. Moody’s ortet laut Aussendung der Bank, die sich zu 99,78 Prozent im Besitz der Republik befindet, eine verringerte Unterstützungsbereitschaft seitens der Republik Österreich. Grund ist das geplante Hypo-Sondergesetz.

Republik widerspricht Moody’s

Die Amerikaner würden ihren Schritt mit einer Regierungsvorlage im Ministerrat - zum Schuldenschnitt bei der Hypo Alpe Adria - begründen, schreibt die Kommunalkredit. Moody’s sehe allgemein eine verringerte Unterstützungswahrscheinlichkeit der Republik für den heimischen Banksektor, „welche im Speziellen seitens Moody’s nunmehr auf die Kommunalkredit in Anwendung gebracht werden sollte“.

Wie vielfach berichtet, gibt es einen Schnitt bei Nachranggläubigern der Hypo Alpe Adria trotz einer Landeshaftung. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hatte angesichts des Hypo-Sondergesetzes den Bundesländern Wien, Burgenland, Steiermark und Niederösterreich umgehend mit schlechteren Bonitätsnoten gedroht, sollte das Gesetz beschlossen werden.

Aus Sicht der Kommunalkredit und der Republik ergebe sich aber „keine Veränderung der Unterstützungsbereitschaft der Republik Österreich“. „Das wurde so auch gegenüber der Ratingagentur festgehalten.“

Schlechteres Ranking vermeiden

Die bestehenden Covered-Bond-Ratings von derzeit „Aa2“ werden von der Kommunalkredit nicht zurückgelegt. Alle anderen Ratings für unbesicherte Refinanzierungsinstrumente der Kommunalkredit wie Bank Deposit, Bank Financial Strength Rating, Senior Unsecured, Subordinate und Other Short Term wurden - wohl vor allem, um schlechteren Ratings zu entgehen - sehr wohl zurückgelegt.