Mindestens 50 Tote bei Luftangriffen in Pakistan

Bei Bombardements der pakistanischen Luftwaffe und einem US-Drohnenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 50 Extremisten getötet worden. Die Armee teilte mit, 35 Terroristen seien heute bei Luftschlägen ums Leben gekommen, als sie zu fliehen versucht hätten.

Zwei Geheimdienstmitarbeiter sagten übereinstimmend, bei einem US-Drohnenangriff in Nordwaziristan seien zudem 15 militante Islamisten getötet worden. Bei den meisten Toten habe es sich um Usbeken gehandelt. Ein anderer Sicherheitsbeamter sprach von bis zu 20 getöteten Extremisten. Die unwegsame Bergregion an der Grenze Afghanistans, in der die Regierung nur begrenzte Kontrolle hat, gilt als Rückzugsgebiet der Taliban und anderer Extremistengruppen.

Großoffensive gegen Rebellen

Der Angriff erfolgte inmitten einer Großoffensive der pakistanischen Streitkräfte, mit der die Rebellen zurückgedrängt werden sollen. Laut dem Sicherheitsbeamten gab es Berichte, wonach Kämpfer aus Miranshah und Mir Ali vor der Armeeoffensive nach Zoi Saidgai geflohen sind.

Washington hatte Berichten zufolge die Drohenangriffe im Dezember ausgesetzt, um der pakistanischen Regierung Zeit für Verhandlungen mit der Islamistengruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) zu geben. Ein Angriff der Aufständischen auf den Flughafen von Karachi am 9. Juni mit Dutzenden Toten beendete aber die Friedensbemühungen.