Norweger fangen mehr Wale als je zuvor

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Norwegische Walfänger haben in dieser Saison schon so viele Tiere getötet wie nie zuvor seit Wiederaufnahme der Jagd vor über 20 Jahren. „Bis jetzt sind wir in diesem Jahr bei 682 Tieren“, sagte Arvid Johansen von Norwegens Rafisklag, der Vertriebsorganisation der Fischer, der Zeitung „Lofotposten“ heute. „Es ist komisch, dass da so eine Dynamik im Walfang ist.“

Die bisher höchste Zahl aus dem Jahr 2003 hatte 647 betragen. „Es sind noch ein paar Boote draußen, und ich glaube, dass wir die 700 überschreiten werden, bis die Saison vorbei ist“, sagte Johansen. Die Quote für Norwegens Walfänger liegt bei 1.286 Tieren.

Japaner töten 115 Tiere

Auch Japan macht weiter Jagd auf Wale: Rund vier Monate nach einem Grundsatzurteil zum Walfangverbot für die Antarktis wurden wieder Tiere getötet. Die japanische Walfangflotte habe 115 Tiere im Pazifik erlegt, teilte die japanische Fischereibehörde diese Woche mit. Der Fang umfasse 90 Seiwale und 25 Brydewale.

Es war die zweite Waljagd seit dem Urteil des Internationalen Gerichtshof (IGH) im März. Damals hatte der IGH einer Klage Australiens stattgegeben und gegen Japan geurteilt. Dieses führt für seinen Walfang seit jeher „wissenschaftliche“ Gründe ins Spiel, macht dabei aber keinen Hehl daraus, dass das Fleisch der Tiere kommerziellen Zwecken zugeführt wird.