Kosmonauten setzten Minisatelliten im All aus

Bei einem Außeneinsatz im Weltall haben zwei Kosmonauten der Internationalen Raumstation (ISS) einen Minisatelliten „ausgesetzt“. Rund 400 Kilometer über der Erde schickten die Russen Oleg Artemjew und Alexander Skworzow gestern den 1,5 Kilogramm leichten Nanosatelliten NS-1 auf seine Umlaufbahn um die Erde, wie russische Nachrichtenagenturen meldeten.

NS-1 soll unter anderem auf Abruf gespeicherte Daten zur Erde übertragen, um die Verbindung zu testen. Artemjew und Skworzow montierten zudem eine Box für Bioversuche an der Außenseite der ISS. Damit soll das Verhalten von Mikroorganismen im Weltall untersucht werden. Einen anderen Versuchsapparat bauten sie ab.

Eine weitere Aufgabe von Artemjew und Skworzow war es, mit einem Spezialpinsel Proben kosmischen Staubs von einer Luke zu nehmen und verschiedene Halterungen an der Außenhaut der ISS zu befestigen. Um mögliche Schäden festzustellen, fotografierten sie zudem Teile der Raumstation.

Video dazu in iptv.ORF.at