Rätselhaftes Fischsterben in Mexiko

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Nach dem Tod Hunderttausender Fische in einem See im Westen Mexikos suchen Experten nach einer Erklärung für das mysteriöse Massensterben. „Bisher haben wir 54 Tonnen Fischkadaver geborgen“, sagte die Chefin der Umweltschutzbehörde im Bundesstaat Jalisco, Magdalena Ruiz Mejia, gestern im Fernsehsender Milenio TV. Die Fische seien vermutlich an Sauerstoffmangel gestorben.

Rund 50 Fischer waren mit ihren Booten auf dem See Cajititln unterwegs, um das Wasser von den toten Fischen zu reinigen. Im Fernsehen war zu sehen, wie Helfer die Kadaver am Ufer mit Baggern und Schubkarren wegschafften. Bei den Fischen handelt es sich um Popoche-Barsche, die in der Region nicht kommerziell gefangen werden.

Natürliche Ursache unwahrscheinlich

Möglicherweise entsorgten örtliche Kläranlagen ihre Abwässer in dem See, sagte Mejia. Dorfbewohner sollen der Behörde gesagt haben, dass die Betreiber der Anlagen nicht ordnungsgemäß arbeiteten.

Eine natürliche Ursache für das Fischsterben sei unwahrscheinlich. In diesem Jahr sei es bereits viermal zu ähnlichen Ereignissen gekommen. Nun seien Wasser- und Gewebeproben genommen und zur Analyse an ein forensisches Institut geschickt worden, sagte Mejia.