Hafen Triest rüstet sich für große Luxusliner

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Der Hafen Triest wird um einen dreistelligen Millionenbetrag ausgebaut. Dabei geht es nicht um moderne Infrastruktur für den Warenumschlag. Der Hafen will auch attraktiver werden für große Kreuzfahrtschiffe, die nicht mehr nach Venedig dürfen.

Die Hafenbehörde hat ein Abkommen mit einem Unternehmenskonsortium für den Bau einer logistischen Plattform im Wert von insgesamt 132 Millionen Euro abgeschlossen. Die Plattform wird sich auf 125.000 Quadratmeter erstrecken, berichteten italienische Medien. Außerdem sollen die Mole VII erweitert und der Terminal „Molo Bersaglieri“ verlängert werden.

Triest rückte 2013 zum größten Hafen Italiens nach dem Gesamtvolumen der umgeschlagenen Waren auf. 56 Millionen Tonnen wurden im vergangenen Jahr umgeschlagen, das ist ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Triest überholte damit Genua und ist der zehntgrößte europäische Hafen.

Triest profitiert vom Ölhandel

Das positive Ergebnis ist vor allem dem Handel mit Ölprodukten zuzuschreiben, der im Vorjahr 41,3 Millionen Tonnen (plus 18 Prozent) ausmachte. Der Erfolg Triests hält schon seit einigen Jahren an. Seit 2010 hat sich das umgeschlagene Warenvolumen um 63 Prozent erhöht.

Nun will Triest auch vom Transitverbot großer Luxusliner in Venedig profitieren. Der Geschäftsführer der italienischen Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Michael Thamm, kündigte kürzlich an, dass bis 2015 die Zahl der Costa-Passagiere, die in Triest Station machen, von 80.000 auf 130.000 steigen soll.